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Glutathion - 

Wissenswertes über den König der Antioxidantien

Kennen Sie bereits den König der Antioxidantien - Glutathion?

Das schwefelhaltige Tripeptid ist von hoher Relevanz für unser Antioxidans-, Entgiftungs- und Redoxsystem und somit für unsere Gesundheit. Glutathion fängt freie Radikale ab, trägt zum Abbau zelltoxischer Peroxide bei, bindet Fremd- und Giftstoffe und überführt sie in ungiftige Schadstoff-Glutathion-Komplexe, die dann ausgeschieden werden.

Der Körper stellt Glutathion aus L-Glutaminsäure, L-Cystein und Glycin her - normalerweise in ausreichender Menge und wir nehmen Glutathion mit der Nahrung auf. Das Mini-Eiweiß kommt in allen Zellen vor, ganz besonders aber in der Leber, in Erythro- und Leukozyten. Entweder reduziert als GSH oder oxidiert als GSSG. Gesunde Zellen haben ein GSH/GSSG-Verhältnis > 100. In Zellen, die oxidativem Stress ausgesetzt sind, sinkt das Verhältnis auf 1 bis 10, das heißt, es liegt ein GSH-Mangel vor.

Der Glutathion-Stoffwechsel

Aktives GSH wird auf drei Arten zur Verfügung gestellt:

1. Die De-Nove-Synthese erfolgt über einen 2-stufigen Prozess, den Glutamatcysteinligase und Glutathionsynthetase katalysieren.

2. Glutathionreduktase regeneriert inaktives GSSG zu aktivem GSH.

3. Die für die GSH-Synthese wichtige Aminosäure Cystein wird über das Enzym Gammaglutamyltransferase recycelt.

Diese drei Faktoren bestimmen Synthese, Regeneration und Recycling von GSH:1

1. Die De-Novo-Synthese wird in erster Linie durch den zellulären Gehalt der Aminosäure Cystein gesteuert. Das heißt, ihre Verfügbarkeit bestimmt, wieviel GSH entsteht.

2. Die Aktivität der Glutamatcysteinligase wird zum Teil durch negative Rückkopplung reguliert. Liegt genügend GSH vor, stoppt die De-Novo-Synthese.

3. Ist GSH dagegen erschöpft, wird GSSG recycelt. Das bedeutet, Cystein wird wieder freigesetzt. Und erneut für die De-Novo-Synthese von GSH verwendet.

Gluthathion-Mangel

Sind die körpereigene Glutathion-Synthese und die Zufuhr mit der Nahrung zu niedrig, um den Bedarf zu decken, kann es zum Glutathion-Mangel und darüber zu Infektanfälligkeit, Allergien, neurologischen Störungen, Autoimmunerkrankungen und anderen gesundheitlichen Problemen mehr kommen. Faktoren, die zu einem Mangel führen, sind Alkohol, Zigarettenrauch, Verletzungen, Schadstoffe in Luft, Wasser oder Nahrung, Medikamente oder ungünstige Ernährungsgewohnheiten. Darüber hinaus können Erbanlagen für einen Glutathion-Mangel verantwortlich sein:

• Vom Glutathion-Synthetase-Mangel kennen wir milde, mittelschwere und schwere Verläufe. Leichter Glutathion-Synthetase-Mangel führt zu hämolytischer Anämie und 5-Oxoprolinurie. Patienten mit moderatem Glutathion Synthetase-Mangel zeigen bereits kurz nach der Geburt hämolytische Anämie, 5-Oxoprolinurie und metabolische Azidose. Bei der schweren Form können zusätzlich neurologische Symptome auftreten. Dazu gehören Ataxie, geistige Behinderung, und Sprachstörungen.

• Beim Glutathion-S-Transferase-Mangel ist die Phase II der Biotransformation, bei der normalerweise Endo- und Xenobiotika ausscheidungsfähig gemacht werden, beeinträchtigt. Intrazelluläre Redoxstörungen treten auf sowie die GSH-De-Novo-Synthese ist beeinträchtigt. Umweltgifte werden nur mangelhaft abgebaut. Multiorganerkrankungen, Immunschwäche und ein Zusammenbruch der Entgiftungsfähigkeit treten auf.

Den Glutathion-Status verbessern

Angesichts der Bedeutung von Glutathion für die Gesundheit suchten Experten nach Möglichkeiten, um den Status zu verbessern:

Den Glutathion-Bedarf senken

Eine ist, den Glutathion-Bedarf zu senken. Das bedeutet, zum Beispiel Alkoholkonsum einzuschränken. , Oder möglichst Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft zu verzehren, um die Belastung des Körpers mit halogenierten, persistenten organischen Schadstoffen (POP) in Grenzen zu halten.

Eine weitere Möglichkeit ist, andere Antioxidantien aufzunehmen, um die Belastung des Körpers mit oxidativem Stress zu verringern:

Alpha-Liponsäure

Kinder, die aufgrund von Proteinunterernährung unter oxidativem Stress standen, erhielten 20 Tage entweder zweimal täglich 600 mg aktives Glutathion plus 50 mg Alpha-Liponsäure oder 100 mg N-Acetylcystein. Die Überlebensrate der Kinder, die Glutathion und Alpha-Liponsäure erhielten, verbesserte sich im Vergleich zur Kontrollgruppe.

Riboflavin und andere B-Vitamine

Riboflavin ist unerlässlich für die Aktivität der Glutathionreduktase, das oxidierte Glutathion wieder in GSH umwandelt. Für die De-Novo-Synthese von GSH wird ATP benötigt. Weil sie eine Rolle bei der ATP-Produktion spielt, unterstützt auch Pantothensäure den Glutathion-Stoffwechsel. Vitamin-B12-Mangel korreliert ebenfalls mit niedrigeren Glutathion-Spiegeln.

Vitamin C

Bei Personen mit Ascorbat-Mangel führte die Einnahme von 500 oder 1000 mg Vitamin C pro Tag über 13 Wochen zu einem Anstieg des Glutathion-Spiegels in den Lymphozyten. Erwachsene schränkten die Vitamin-C-Aufnahme mit der Ernährung zunächst ein, erhielten anschließend eine Woche Placebo und nahmen dann für je zwei Wochen täglich 500 beziehungsweise 2000 mg L-Ascorbat. Am Ende zeigte sich ein erhöhter Glutathion Spiegel in den roten Blutkörperchen.

Vitamin E

Diabetiker sind oxidativem Stress vermehrt ausgesetzt. , Eine Studie mit Typ-1-Diabetes-Kindern und mit Gesunden zeigte, dass die Gabe von 600 mg Vitamin E pro Tag für drei Monate Marker für oxidativen Stress und den Glutathion-Spiegel der diabetischen Kinder verbesserte. Bei Erwachsenen mit diabetischer Neuropathie wiesen diejenigen, die 12 Wochen lang eine Vitamin-E-Nahrungsergänzung (800 IE/Tag) nahmen, signifikante Verbesserungen kardiometabolischer Parameter und des Spiegels von Plasmaglutathion auf.

Selen

Selen ist ein Antioxidans und Cofaktor der Glutathionperoxidase. Eine Tierstudie zeigte, dass die Selensupplementierung die Expression und die Aktivität von Glutathion-bezogenen Enzymen erhöht. Eine weitere Studie bei gesunden Erwachsenen berichtet von der positiven Beziehung zwischen Selenspiegel, Selensupplementierung und Glutathion-Spiegel. Es sollte beachtet werden, dass übermäßige Selenzufuhr zu oxidativem Stress beitragen kann.

Resveratrol

Resveratrol ist ein Polyphenol, das vor allem in Trauben, Rotwein und in einigen Beeren vorkommt und dass die Aktivität der Glutathion-Enzyme nachweislich fördert.

L-Glutathion Nahrungsergänzung nehmen

Die offensichtliche Möglichkeit den Glutathion-Status zu verbessern ist, Glutathion direkt zu verabreichen. Dies kann oral, topisch, intravenös, intranasal oder mit einem Spray erfolgen.

Nährstoffe zur Förderung der Glutathion-Synthese

Sowie, es können als vierte Möglichkeit spezifische Nährstoffe zur Förderung der Glutathion-Produktion aufgenommen werden:

Cystein

Die Cystein-Verfügbarkeit ist der ratenbegrenzende Schritt bei der De-Novo-Synthese von Glutathion. Molkenprotein hat einen höheren Gehalt und ist daher eine Cystein-Quelle. Bei Parkinson-Betroffenen führte die Nahrungs-Ergänzung mit Molkenprotein im Vergleich zu Sojaprotein zu einem signifikanten Anstieg des Glutathion-Spiegels im Blut und zu einem verbesserten GSH/GSSG-Verhältnis.

NAC

N-Acetylcystein (NAC) liefert eine stabile Form der Aminosäure Cystein. Obwohl eine Supplementierung mit NAC vielversprechend ist, was den Glutathion-Status und gesundheitliche Probleme angeht, die im Zusammenhang mit oxidativem Stress stehen, sind die Ergebnisse diesbezüglicher Forschung kontrovers. Besser scheint es, die Aminosäuren Cystein und Glycin gleichzeitig aufzunehmen, um Glutathion zu boosten – zumindest, wenn ein Mangel an den beiden Aminosäuren vorliegt.

SAMe

SAMe ist eine gute Alternative zu NAC, weil es die Glutathion-S-Transferase direkt beeinflusst.

Lebensmittel gezielt auswählen

Die fünfte Möglichkeit ist der gezielte Verzehr von Lebensmitteln, die den Glutathion-Spiegel erhöhen. Wie alkoholfreies Bier oder Mandeln. Weitere solche Lebensmittel sind fettarme Proteinquellen, Kohlgemüse, polyphenolreiches Obst und Gemüse, Kräuter und Gewürze, grüner Tee und Lebensmittel, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, wie zum Beispiel Lachs.


Glutathion auf einen Blick

Glutathion ist unerlässlich für unser Wohlbefinden. Ein Mangel an dem Tripeptid beeinträchtigt wichtige biochemische Abläufe in unseren Zellen, das heißt, wir werden krank. Den Glutathion-Spiegel zu erhöhen gelingt durch die Aufnahme von Glutathion-Vorstufen mit der Nahrung, die Zufuhr von Co-Faktoren und außerdem über den Verzehr von Lebensmitteln, die den Glutathion-Status nachweislich verbessern. Auch Glutathion-Nahrungsergänzungen können in bestimmten Situationen nützlich sein. Schön wäre, es gäbe eine Kost, die den Glutathion-Spiegel gezielt anhebt. Inwieweit glutathionreiche Lebensmittel wie Avocado, Spargel oder Spinat den Glutathion-Status beeinflussen ist aber noch offen.