Vitamin D

Die im menschlichen Organismus physiologisch vorkommende Form von Vitamin D ist Vitamin D3 (Cholecalciferol). Die bekanntesten Aufgaben von Vitamin D3 sind die Regulierung des Calcium- und Phosphat-Stoffwechsels sowie der Aufbau und Erhalt der Knochenmasse. So kann Calcium, ein wesentlicher Baustein des Skeletts, nur mit Hilfe von Vitamin D in die Knochen eingelagert werden. Auch für ein funktionierendes Immunsystem und den Erhalt der Muskelkraft benötigt der Körper Vitamin D.

In der Regel sind Vitamine Substanzen, die der menschliche Organismus nicht selbst herstellen kann und daher über die Nahrung aufnehmen muss. Bei Vitamin D verhält es sich anders: Durch die Nahrungsaufnahme können maximal 10-20 Prozent des Bedarfs an Vitamin D gedeckt werden (Ausnahme: Eskimos). Alle anderen Menschen sind auf die Sonne angewiesen. Unter UV-B-Strahlung wird in den Hautzellen aus dem im Körper vorhandenen Provitamin 7-Dehydrocholesterol über Zwischenschritte Vitamin D3 gebildet.

Aufgrund der geringen Sonneneinstrahlung leeren sich in unseren Breiten die körpereigenen Vitamin-D-Speicher während der Herbst- und Wintermonate. Erst im Sommer lassen sie sich wieder auffüllen, wenn man sich gezielt der Sonne aussetzt. Bei intensiver Sonnenbestrahlung reichen dann in der Regel bereits 10-15 Minuten, um eine ausreichende Menge Vitamin D3 zu produzieren. Weil sich die Menschen vermehrt in geschlossenen Räumen aufhalten bzw. ihre Haut (mit Sonnenschutzmitteln) vor direkter Sonneneinstrahlung schützen, verliert der saisonale Aspekt jedoch zunehmend an Bedeutung und das Risiko eines ganzjährigen Vitamin-D-Mangels nimmt zu.

Die biologische Aktivität wird in Internationalen Einheiten (IE) angegeben, wobei 1.000 IE Vitamin D 25 mcg (Mikrogramm) entsprechen. Vitamin D3 ist in Konzentrationen von 200 IE, 400 IE, 500 IE, 1.000 IE und 2.000 IE erhältlich.