Vitamin B-komplexe

Bei den Vitaminen der B-Gruppe handelt es sich um Substanzen mit unterschiedlichen chemischen und pharmakologischen Eigenschaften, deren größte Gemeinsamkeit ihre Wasserlöslichkeit darstellt. Im menschlichen Organismus wirken sie oftmals jedoch sehr eng zusammen. Da er – mit Ausnahme von Vitamin B12 – nicht in der Lage ist, B-Vitamine über einen längeren Zeitraum in ausreichender Menge zu speichern, ist der Mensch auf eine regelmäßige Zufuhr über die Nahrung angewiesen.

Zu den B-Vitaminen zählen: Vitamin B1 (Thiamin), Vitamin B2 (Riboflavin), Vitamin B3 (Niacin), Vitamin B5 (Pantothensäure), Vitamin B6 (Pyridoxin), Vitamin B7 (Biotin), Vitamin B9 (Folsäure) sowie Vitamin B12 (Cobalamin). In den USA werden zudem Cholin, Inositol und PABA der Gruppe der B-Vitamine zugerechnet. In der Regel sind alle elf in einem ausgewogenen Verhältnis in den Vitamin B-Komplexen enthalten. Für eine verbesserte Bioverfügbarkeit liegen sie teilweise in ihren coenzymatisch wirksamen Formen vor.

Die biologisch aktiven Formen der einzelnen B-Vitamine spielen unter anderem im Stoffwechsel der Makronährstoffe Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß, der körpereigenen Energiegewinnung sowie der Erythrozythen-Synthese eine Rolle. Zudem übernehmen sie Funktionen im Nervensystem, in dem sie beispielsweise die Integrität der Nervenschutzhülle Myelin unterstützen.