Cholin

Cholin besitzt Ähnlichkeiten mit den B-Vitaminen, denen es in den USA genau wie Inositol und PABA zugerechnet wird. Cholin kann vom menschlichen Körper in kleinen Mengen selbstständig synthetisiert werden. Für eine ausreichende Versorgung sollte es jedoch über die Nahrung zugeführt werden.

Der Großteil des über die Nahrung aufgenommenen Cholins wird im Organismus zu Lecithin umgewandelt. Cholin ist an der Produktion der Myelinschicht beteiligt, die Nervenzellen umgibt und elektrisch isoliert, um so die Funktion der impulsleitenden Nervenbahnen zu gewährleisten.

Zur Nervenreizleitung kann Cholin auch als Bestandteil des Neurotransmitters Acetylcholin beitragen, der unter anderem bei willkürlichen Kontraktionen der Muskeln eine Rolle spielt. Auch viele kognitive Prozesse sind von Acetylcholin abhängig. So wurde beispielsweise festgestellt, dass Alzheimer-Patienten an einem Acetylcholin-Mangel leiden. Darüber hinaus dient Cholin als Methylgruppen-Donator. In dieser Funktion kann es den Stoffwechsel der Aminosäure L-Methionin und des B-Vitamins Folsäure entlasten.