Prä- und Probiotika

Der menschliche Körper wird von unzähligen Mikroorganismen bevölkert. Allein der Darm beherbergt Milliarden von Bakterien, die die natürliche Darmflora bilden. Probiotika sind freundliche Bakterienstämme, die die mikrobielle Balance der komplexen Darmflora aufrechterhalten sollen. Zu den bekanntesten Probiotika zählen Laktobazillen und Bifidobakterien, die natürliche Bestandteile einer intakten Darmflora sind.

Bifidobakterien sind die im Dickdarm am häufigsten vorkommenden probiotischen Bakterien. Dort tragen sie zur Regulierung des pH-Wertes des Darms bei. Ferner sind sie an der Produktion verschiedener Vitamine wie Vitamin B1, Vitamin B6 sowie Folsäure beteiligt und können den Abbau toxischer Stoffwechselprodukte unterstützen. Im Gegensatz zu anderen Mikroorganismen sind Bifidobakterien resistent gegen Magen- und Gallensäure.

Laktobazillen findet man vor allem in den Wänden des Dünndarms, wo sie unter anderem dabei helfen, den pH-Wert zu regulieren, die Verdauung zu fördern und die Immunantwort zu stimulieren. Lactobacillus sporogenes vermehrt sich schnell und ist in der Lage, schädliche Bakterien und ihre Ausscheidungsprodukte zu verdrängen.