Molybden

Das zu den Spurenelementen zählende Molybdän ist am Eisen-, Harnsäure- und Schwefelstoffwechsel ebenso beteiligt wie am Elektronentransport. Der menschliche Körper enthält etwa 0,07 mg Molybdän pro Kilogramm Körpergewicht. In höheren Konzentrationen kommt es in Leber und Nieren vor. In geringeren Konzentrationen ist es unter anderem im Zahnschmelz anzutreffen und vermutlich an der Verhinderung von Karies beteiligt.

Molybdän ist Bestandteil des aktiven Zentrums mehrerer Enzyme, wie beispielsweise der Aldehydoxidase sowie der Xanthinoxidase. Während Aldehydoxidase an bestimmten Stoffwechselvorgängen in der Leber beteiligt ist, hilft Xanthinoxidase bei der Bildung von Harnsäure. Auch bei der in den Mitochondrien beheimateten Sulfitoxidase, die in den Abbau schwefelhaltiger Aminosäuren und die Entgiftung von Sulfit zu Sulfat involviert ist, handelt es sich um ein molybdänabhängiges Enzymsystem.