Mangan

Als Bestandteil bzw. Aktivator unterschiedlicher Enzyme besitzt das Spurenelement Mangan eine hohe biologische Bedeutung. Diese kommt besonders beim Aufbau von Knochen, Knorpel, Bindegewebe und Gelenkflüssigkeit zum tragen. Je nach Körpergewicht beträgt der Manganbestand im menschlichen Organismus ca. 10-40 mg. Etwa ein Viertel davon befindet sich in den Knochen, vor allem im Knochenmark.

Daneben weisen die Bauchspeicheldrüse, Leber und Nieren einen verhältnismäßig hohen Mangan-Anteil auf. Innerhalb der Zellen ist Mangan hauptsächlich in den Mitochondrien zu finden, die auch als „Kraftwerke der Zellen“ bezeichnet werden. Dort fungiert das Spurenelement als Bestandteil oder als Aktivator bestimmter Enzymsysteme, die beispielsweise für die Neubildung von Glucose oder die Synthese von Kollagen zuständig sind.

Mangan arbeitet eng mit allen B-Vitaminen zusammen. Unter anderem fördert es die Verwertung von Vitamin B1 (Thiamin). Auch die Verfügbarkeit von Cholin sowie Vitamin C ist manganabhängig. Im Zusammenspiel mit anderen Vitalstoffen ist Mangan zudem an der Produktion des Neurotransmitters Dopamin und des Pigments Melanin beteiligt.