Omega 6

Genau wie die Omega-3-Fettsäuren gehören die Omega-6-Fettsäuren zu den essentiellen Fettsäuren. Sie müssen über die Nahrung aufgenommen werden, weil der Körper nicht in der Lage ist, sie selbstständig zu produzieren. Zu den wichtigsten Vertretern der Omega-6-Fettsäuren zählen Linolsäure, Gamma-Linolensäure (GLA) und Arachidonsäure. Größere Mengen an Omega-6-Fettsäuren sind beispielsweise in schwarzer Johannisbeere sowie in den Samenölen von Nachtkerze und Borretsch, das einen GLA-Gehalt von bis zu 25 % aufweist, zu finden.

Omega-6-Fettsäuren werden vom menschlichen Organismus für den Aufbau aller Zellmembranen benötigt. Linolsäure ist vor allem in der Epidermis der menschlichen Haut zu finden, deren Wasserhaushalt sie reguliert und deren Alterungserscheinungen sie verlangsamen kann. Als Vorläufer wichtiger Botenstoffe wie den Prostaglandinen kommt den Omega-6-Fettsäuren außerdem eine Bedeutung bei der Regulierung des Blutdruckes und von Entzündungen zu.

Ein Mangel kann verschiedene Symptome wie Hautentzündungen oder Wachstumsverzögerungen zur Folge haben. Eine unzureichende Omega-6-Versorgung in der Wachstumsphase kann zudem die Entwicklung des Gehirns und des Sehvermögens eines Kindes beeinflussen. Bereits während der Schwangerschaft besteht daher ein erhöhter Bedarf an Omega-6-Fettsäuren.