Essentielle Fettsäuren

Fette sind funktioneller Bestandteil sämtlicher menschlicher Zellen und Organe und dienen dem Körper als wichtige Energiespeicher. Aus dem Fett der Nahrung kann der Körper die notwendigen Fettsäuren selbst herstellen. Es gibt jedoch zwei Ausnahmen: Alpha-Linolensäure (Omega 3) und Linolsäure (Omega 6). Der Organismus ist nicht in der Lage, diese essentiellen Fettsäuren selbst zu produzieren und daher darauf angewiesen, dass sie ihm regelmäßig über die Nahrung zugeführt werden.

Die mehrfach ungesättigten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren dienen als Strukturelemente der Zellmembranen und als Ausgangssubstanz für die Synthese verschiedener Gewebehormone wie Prostacycline, Thromboxane und Leukotriene, die an vielen Zellfunktionen und Regulationsprozessen beteiligt sind.

Bei den essentiellen Fettsäuren spielt nicht die absolut eingenommene Menge die entscheidende Rolle, sondern deren Verhältnis zueinander. In der Ernährung der westlichen Länder liegt das Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäure heutzutage zwischen 1:10 und 1:50, obwohl Ernährungswissenschaftler ein Verhältnis von etwa 1:4 empfehlen. Ein Zuviel an Omega-6-Fettsäuren kann die Verarbeitung von Omega-3-Fettsäuren negativ beeinflussen und wird mit dem Auftreten typischer Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Übergewicht in Verbindung gebracht.