Taurin

Da es keine Carboxygruppe enthält und keine strukturellen Proteine bilden kann, handelt es sich bei Taurin genau genommen nicht um eine Aminosäure sondern um eine Aminosulfonsäure. Bei Erwachsenen ist der Körper in der Lage, Taurin aus L-Cystein und L-Methionin zusammen mit Vitamin B6 selbst herzustellen. Bei einem Taurin-Defizit etwa im Zuge großer körperlicher Anstrengungen oder von Krankheiten ist jedoch eine zusätzliche Zufuhr von Taurin erforderlich.

Die höchste Taurin-Konzentration im menschlichen Organismus findet sich in der Skelettmuskulatur, also in jenen Muskeln, die für bewusste, aktive Bewegungen z. B. von Armen und Beinen zuständig sind. Des Weiteren ist es insbesondere für das zentrale Nervensystem, die Augen und das Herz von Bedeutung. In den Herzmuskelzellen stellt die Aminosäuren-ähnliche Verbindung einen Großteil (ca. 50 %) des gesamten Aminosäure-Pools und beeinflusst Regelmäßigkeit sowie Stärke von Herzkontraktionen.

Außerdem ist Taurin ein Antioxidans, das das Immunsystem und die Leber bei der Reinigung und Entgiftung des Körpers unterstützt. Es kann freie Radikale binden und essentielle Fettsäuren sowie Zellwände vor oxidativen Schäden schützen.