L-Citrulin

Die nicht-proteinogene Aminosäure L-Citrullin verdankt ihren Namen der Wassermelone (Citrullus vulgarus), in deren besonders Citrullin-haltiger Schale es erstmals entdeckt wurde. Genau wie bei L-Arginin und L-Ornithin handelt es sich bei L-Citrullin um ein Zwischenprodukt des Harnstoffwechsels, der für die Ausscheidung von Stickstoffverbindungen über die Nieren verantwortlich ist.

L-Citrullin entsteht durch die Ornithin-Carbamoyl-Transferase. Über den Darm gelangt es in den Blutkreislauf und wird in der Leber in L-Arginin umgewandelt, das wiederum als unmittelbare Vorstufe des für die Blutversorgung der Organe notwendigen Botenstoffes Stickstoffmonoxid fungiert. Da L-Citrullin im menschlichen Körper zeitverzögert in L-Arginin umgewandelt wird, bezeichnet man es auch als Verweildauer-Verlängerer. Die sogenannte Retard-Funktion erhöht den L-Arginin-Spiegel im Blut über einen längeren Zeitraum.