Aminosäuren

Aminosäuren dienen dem Körper als Strukturmaterial für Knochen, Muskeln und Organe sowie als Bausteine für Hormone und Enzyme. Zudem können sie direkt als Botenstoffe oder als Ausgangsmaterial von Botenstoffen fungieren. Der Mensch nimmt Aminosäuren über die Proteine der Nahrung auf, denen 20 verschiedene Aminosäuren als Bausteine dienen. Die proteinogenen Aminosäuren werden in drei Gruppen unterteilt: essentielle, semi-essentielle und nicht-essentielle Aminosäuren. Je nach Alter bzw. körperlichem Zustand benötigt der Mensch unterschiedliche Mengen aller proteinogenen Aminosäuren, um gesund und leistungsfähig zu bleiben.

L-Isoleucin, L-Leucin, L-Lysin, L-Methionin, L-Phentylalanin, L-Threonin, L-Tryptophan und L-Valin gelten als essentielle Aminosäuren, da der Organismus sie nicht selbst herstellen kann. Sie müssen über die Nahrung zugeführt werden. Die 10 nicht-essentiellen Aminosäuren L-Alanin, L-Asparagin, L-Asparaginsäure, L-Cystein, L-Glutamin, L-Glutaminsäure, L-Glycin, L-Prolin, L-Serin und L-Tyrosin kann der Körper hingegen selbst synthetisieren bzw. durch Modifikationen aus anderen Aminosäuren gewinnen. Die Gruppe der semi-essentiellen Aminosäuren umfasst L-Arginin und L-Histidin, an denen beispielsweise während des Wachstums und in der Rekonvaleszenz nach schweren Erkrankungen oder Verletzungen erhöhter Bedarf besteht.