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Stress. Wir kennen sie alle - lästige Stresssituationen

Ob es eine Liste mit Abgabeterminen ist, eine wichtige Präsentation am nächsten Tag, eine frühmorgendliche Reise oder ein schreiendes Kind, das uns die ganze Nacht wachhält: Wir alle mussten uns schon den Morgenkaffee einschenken, Nerven bewahren und auf das Beste hoffen, während wir genau wussten, dass ein weiterer herausfordernder Tag auf uns wartet.

Wenn eine solche Situation anhält, sind wir für Chronischen Stress anfällig. Chronischer Stress kann ernsthafte Folgen für unser Funktionieren haben. Schwierig dabei ist, dass die Stresstoleranz, die normale Reaktion des Körpers und Zentrales Nervensystem (ZNS) auf einen Stressor, mit der Zeit abnimmt. So kommt es immer häufiger vor, dass sich ein Patient in der Praxis vorstellt, bei dem objektiv der aktuelle Stresspegel nicht hoch genug für eine klinische Symptomatik scheint.

Die Folgen können eine Nebennierenschwäche oder sogar Erschöpfung sein. Die Nebenniere ist das wichtigste endokrine Organ der hormonellen Stressreaktion - gerade im Dauerstress.

Nebennierenhormone sind an fast allen Körperprozessen beteiligt. Sie regulieren die Energieproduktion und -reserve, sowie Herzfrequenz, Blutdruck, Muskeltonus, Immunfunktion. Zudem haben sie auch Auswirkungen auf weitere Prozesse, die unter Einfluss von beispielsweise Cortisol so verändert werden, dass der Körper sich mit der Stresssituation auseinandersetzen kann. Bei anhaltender Stimulation der Nebennieren kommt es zu einer Erschöpfung des Organs und abnehmender Hormonproduktion. Jedes Organ und System im Körper werden dadurch beeinträchtigt: Es kann zu Veränderungen im Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Fettstoffwechsel, Blutzuckerhaushalt, Energieproduktion, Immunität, Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt, Schlafrhythmus, geistige Schärfe, Stimmung, Menstruationszyklus und sogar verminderten Sexualtrieb kommen.  

Lifestyle kommt bei vielen sicherlich an erster Stelle. Wenn der Mensch nicht lernt, sich besser mit potentiellen Stressoren auseinanderzusetzen oder einfach weniger Stressfaktoren zulässt, wird jede andere Therapieform irgendwann scheitern. Dennoch gibt es spezifische Nährstoffe und gezielte Nahrungsergänzungen zur Unterstützung der Nebennieren, sodass die Nebennierenfunktion revitalisiert werden kann. Im Fall von einer Nebenniereninsuffizienz ist eine Hormontherapie mit Corticosteroiden in der Regel weder notwendig noch wünschenswert. Unter Einnahme dessen wird die Funktion noch stärker unterdrückt und die Symptomatik kann sich sogar verschlimmern. Eine Nebenniereninsuffizienz unterscheidet sich von Morbus Addison insofern, dass bei Letzteren die Nebennieren gar nicht in der Lage sind, ausreichend Corticosteroide zu produzieren und eine Substitution erforderlich ist. Bei einer Insuffizienz oder Schwäche funktionieren die Nebennieren noch und können mit der richtigen Unterstützung wieder optimal funktionieren.